Liebevolle Beziehungen Blog | Die Sehnsucht nach Beziehung
Raus aus der Streitfalle! Leidvolle Beziehungsmuster erkennen und beenden. Fragebogen Beziehungspersönlichkeit downloaden
Eheberatung, Paarberatung, Paartherapie, Paarchoaching, sichere Bindung, Beziehungsprobleme, Beziehungsberatung
530
page-template-default,page,page-id-530,page-child,parent-pageid-497,tribe-no-js,tribe-bar-is-disabled,

Die Sehnsucht nach Beziehung

 

Der Mensch ist ein soziales Wesen

Evolutionsgeschichtlich hat der Mensch gelernt, dass er leichter und sicherer überlebt, wenn er einer Gruppe angehört. Die Sicherung des Überlebens ist – im Sinne der Arterhaltung – die wichtigste Aufgabe. Alles wird diesem Ziel untergeordnet – auch heute noch, was sich im Aufbau und der Funktionsweise unseres Gehirns widerspiegelt.

Die sicherste Gruppe war die Großfamilie. Wenn wir viele sind und immer genügend junge, starke Artgenossen unter uns leben, haben wir bessere Chancen gegen unsere Feinde und bei der Nahrungssuche. Was den Sexualtrieb und die Suche nach Beziehungspartnern erklärt.

Diese beiden Triebe – Arterhaltung und Selbsterhaltung – beeinflussen unser Fühlen und Handeln – und auch unser Sicherheitsdenken – weit mehr als es uns bewusst ist.

Sicherheit geht vor

Wenn wir uns bedroht fühlen – und sei es auf noch so geringe Weise, übernimmt der älteste Hirnbereich, das Kleinhirn oder der Hirnstamm, die Steuerung und löst Kampf-Flucht-Reaktionen (Stress!) in uns aus.

Unser Intellekt mitsamt unserem Erkenntniswissen und selbst unsere Fähigkeit zu Empathie, beides angesiedelt im jüngsten Hirnareal, dem Großhirn haben gegen diese fundamentalen Steuermechanismen kaum eine Chance.

Deshalb funktionieren „gute Vorsätze“ nicht – zum Beispiel sich künftig weniger emotional zu verhalten. Aus demselben Grund verschwindet auch unser Mitgefühl, wenn wir uns angegriffen fühlen.

Die Suche nach Beziehungspartnern ist Teil unserer Natur

Der Mensch hat – als Teil dieses Arterhaltungstriebes – einen angeborenen Bindungstrieb. Ist das Embryo bereits im Bauch in (auch emotionaler) Verbindung mit der Mutter, sorgt der Bindungstrieb dafür, dass der Säuglich sofort nach der Geburt die Verbindung mit der Mutter sucht. Denn es braucht zum Überleben nicht nur materielles Versorgtwerden, sondern ist auf Liebe, Schutz, Einfühlung und Nähe (Körperkontakt!) angewiesen.

Die Art und Weise, wie diese Bindung zwischen Kind und Fürsorgern (meist Eltern oder Großeltern) stattfindet – man spricht von „sicherer“ oder „unsicherer Bindung“ – prägt sehr entscheidend unser späteres Beziehungsverhalten als Erwachsene. Mehr noch, es bestimmt sogar weitgehend unsere gesamte Persönlichkeit.

Ein einfaches Beispiel: Wenn wir als Baby keine ausreichende „Bindung“ zur Mutter erfahren konnten, haben wir viel Angst und Not, also Stress erlebt. Dann bringen wir als Erwachsene wahrscheinlich Bedürftigkeit und (Verlassenheits-)Ängste mit in unsere Beziehungen. Wir legen dann übertrieben viel Wert auf Partner, die zuverlässig und solide zu uns stehen. Oft aber ziehen wir genau die an, die das – gefühlt oder real – eben nicht tun. Dazu kommt, dass wir das Leben eher durch eine „ängstliche Brille“ betrachten.

 

Diese Prägungen sind durch Bewusstsein und positive neue Erfahrungen
korrigierbar - aber nicht durch "gute Vorsätze"!

 

Erfahre mehr über deine >>> Beziehungspersönlichkeit – die Wurzel aller Probleme
 

Entdecke die Möglichkeiten